"Meine Matchmaker-Plattform passt perfekt in die Zeit"

Als Chefredakteurin von Frauenzeitschriften wusste sie nie, wo sie gute neue Autorinnen finden sollte. Jetzt hat Sabine Fäth eine Plattform gelauncht, die beide Seiten zusammenbringen soll: Texter und Journalisten sowie Verlage, Agenturen und Unternehmen. Noch steckt Scribershub in den Kinderschuhen, hat nach Meinung der Gründerin aber großes Potenzial.
Hamburg, den 13. Juli 2016 - Von Stefanie Bilen
Ex-Chefredakteurin und Scribershub-Gründerin Sabine Fäth

SAAL ZWEI: Sabine, mit Scribershub.com willst du Texter und Journalisten mit potenziellen Auftraggebern zusammenbringen. Wie ist das Portal angelaufen?

Mit der Entwicklung in den ersten drei Monaten bin ich sehr zufrieden. Die Idee, eine Matchmaker-Plattform für deutschsprachige Schreiber und Schreibsuchende zu gründen, trifft den Zahn der Zeit. Wir haben immer mehr freischaffende Texter, Autoren und Journalisten. Gerade die jüngeren sind als Digital-Nomaden unterwegs, was dem Berufsfeld und Auftraggebern ganz neue Möglichkeiten und neue Perspektiven eröffnet. Aber wo stecken all diese 'hidden champions', habe ich mich immer gefragt.
Seit dem sogenannten Silent Launch im Frühjahr haben wir bereits mehr als 300 Schreiber aus 14 Ländern mit ihrem aussagekräftigen Profil verifiziert. Und es kommen täglich neue dazu.


Auf welcher Seite ist die Nachfrage größer?

Die Website ist zur Zeit noch nicht für die schreibsuchende Seite, also die Auftraggeber aus Verlagen, Agenturen oder Unternehmen, geöffnet. Wir arbeiten allerdings mit Hochdruck an der Fertigstellung der Seite mit allen relevanten Features. Allerdings vermittle ich bereits offline den richtigen Schreiber für die richtige Geschichte zum richtigen Zeitpunkt. 
Grundsätzlich glaube ich fest daran, dass beide Seiten - Schreiber wie Auftraggeber - von Scribershub profitieren. Schreiber können sich heute nicht mehr nur auf einen Auftraggeber dauerhaft verlassen und brauchen gutes, virales Selbstmarketing. Das gehört heute selbstverständlich zum Business. Unternehmen, Agenturen oder Verlage suchen wiederum gezielt nach dem richtigen Nischenschreiber. 

Du hast dich nach vielen Jahren in Führungspositionen selbstständig gemacht - Chapeau. Welches Zwischenfazit ziehst du?

Ich habe die Gründung keinen einzigen Tag bereut. Als langjährige Chefredakteurin habe ich die Zusammenarbeit mit Freelancern sehr geschätzt. Gerne hätte ich mein Netzwerk an freien Autoren ausgebaut, nur die Neuakquise per Mundpropaganda war oft mühsam, zeitaufwendig und häufig nicht erfolgsversprechend. Oft wünschte ich mir für die effiziente Redaktionsarbeit eine digitale Vermittlungsplattform, wo ich den richtigen Schreiber hätte finden können. So entstand die Idee von Scribershub.com. Ich konnte nicht mehr aufhören, darüber nachzudenken. Und wenn man für was brennt, dann hält einen nichts mehr auf. Als Solopreneur hatte ich das große Glück, eine super Backend- und Frontend-Agentur in Hamburg zu finden, die mit mir gemeinsam Scribershub entwickelt. Ein großes Glück!

Welche Vision hast du für die Plattform?

Mein Anspruch ist, eine große internationale Community an deutschsprachigen Schreibern aufzubauen. Ich will die Besten mit den Besten zusammenbringen, um die Arbeitswelt für beide Seiten zu erleichtern und zu optimieren.

Sabine Fäth war Chefredakteurin mehrerer Frauenzeitschriften, zuletzt bei 'Für Sie' im Jahreszeiten-Verlag. Scribershub.com launchte die Journalistin im Frühjahr 2016. 

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