Generation CEO nimmt 9 neue Mitglieder auf

Das Netzwerk Generation CEO, das 2007 vom Personalberater Heiner Thorborg gegründet wurde, geht in eine neue Runde: Zum zehnjährigen Bestehen verstärken neun Managerinnen den Zirkel. Der Unterschied zu den bisherigen Jahrgängen: Acht von ihnen sind bereits Mitglied eines Vorstandsgremiums. Ziel der Initiative mit mittlerweile 178 Mitgliedern: Austausch und Vernetzung untereinander. SAAL ZWEI stellt die neuen Gesichter vor.
Hamburg, den 09. November 2016 - Von Stefanie Bilen

Generation CEO hat sich vorgenommen, die Zahl der Top-Managerinnen in Deutschland zu erhöhen. Wer zum handverlesenen Kreis, den der Personalberater Heiner Thorborg initiiert hat, dazugehören möchte, kann sich selbst bewerben. Aufnahmekriterien sind ein Führungsjob mit Budget- und Personalverantwortung, eine exzellente Ausbildung sowie interkulturelle Kompetenz. Anlässlich der Bekanntgabe der neuen Mitglieder sagte Thorborg: "Es gibt heute deutlich mehr Weiblichkeit in den wirtschaftlichen Machtzentren. Frauen sind in den Top-Etagen angekommen." Allerdings, so relativerte er: Auch im Jahr 2016 seien die Vorstandsetagen noch immer eher männlich denn weiblich dominiert.
In den Vorständen der börsennotierten Unternehmen stehen nur 40 Frauen 641 Männern gegenüber, hat die Unternehmensberatung EY Anfang 2016 errechnet. Der Frauenanteil liegt damit bei knapp 6 Prozent. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist das eine Steigerung um einen halben Prozentpunkt, im Vergleich zum Jahr 2013 allerdings ein Rückgang: Damals lag der Anteil schon einmal knapp über 6 Prozent.
Geringfügig besser sieht es bei den Aufsichtsräten aus: Der Frauenanteil in den Gremien der Top-200-Unternehmen liegt bei etwa zehn Prozent, stagniert allerdings seit Jahren. Ein Teil der weiblichen Elite des Landes stammt aus dem Thorborg-Netzwerk: Jede vierte der jetzt 178 Generation-CEO-Frauen sitzt in einem Vorstand, Aufsichts- oder Verwaltungsrat. Dass die hiesige Wirtschaft reif für eine Vorstandsvorsitzende ist, glaubte Thorborg bislang selbst indes nicht: Vor rund zwei Jahren sagte er in einem Cicero-Interview, es gebe "hier keine geeigneten Frauen für CEO-Jobs". 

SAAL ZWEI stellt die neuen Mitglieder des Netzwerkes Generation CEO vor:

"'Nein sagen können' - dies gilt sowohl bei Karriereentscheidungen als auch in Sachdiskussionen als auch bei den so vielfältigen Anfragen, Terminwünschen etc.; für mich gilt es, ein klare eigene Position zu haben, bei Karriereentscheidungen sich selbst treu zu sein und dem eigenen Bauch zu folgen und sich bei allem die Balance zwischen Privatleben und Beruf immer wieder zu erkämpfen."

Birgit Bohle, 42, zwei Kinder
Vorsitzende des Vorstands, DB Fernverkehr AG

"Frauen auf dem Weg zu Führungspersönlichkeiten orientieren sich zu oft an Männern als Vorbilder. Dabei sind die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder der Führungsstil in Zeiten flexibler Teams und Arbeitsorte Beispiele für Herausforderungen, bei denen Unternehmen von weiblichen Führungspersönlichkeiten profitieren können.
Das Netzwerk kann diese positiven Beispiele verstärken und bekannter machen. Deshalb bringe ich mich und meine Erfahrungen gern ein und hoffe, mit meinem Werdegang andere Frauen zu inspirieren."

Elke Eller, 54, zwei Kinder
Personalvorstand und Arbeitsdirektorin, TUI AG


"Wenn Sie den Markt erbauen, gehört er Ihnen! Gehen Sie früh in Märkte, die Ihre Konkurrenz noch nicht entdeckt hat, wecken Sie den Bedarf für Ihr Produkt und bleiben Sie Marktführer. ...

Eine beruflich erfolgreiche Mutter weiß, dass es im Privatleben keine guten, sondern nur für alle Beteiligten akzeptable Lösungen gibt."

Isabel Corinna Knauf, 44, drei Kinder
Mitglied der Gruppengeschäftsführung, Knauf-Gruppe



"Women bring a different perspective to the Boardroom and in my industry the majority of our customers are women. So, if we want more customer centric & diverse companies, we need to encourage female Networks and talents. That´s why initiatives like Generation CEO are critical."

Neela Montgomery, 42, zwei Kinder
Konzern-Vorstand, Multichannel/Retail, Otto Group


- "Stärken zum USP (unique selling proposition) ausbauen und sich dadurch ein eindeutiges Profil verleihen.
- Nicht nur daran arbeiten, Schwächen auszumerzen! Das Profil über die Jahre schärfen und mit neuen Kompetenzen anreichern.
- Mut haben, ungewöhnliche Schritte zu gehen und sich Neues zuzutrauen. First Mover Advantage kapitalisieren!
- Top vorbereitet sein bei Präsentationen und Business Reviews.
- Netzwerk aufbauen, pflegen und nutzen.
- Keine Angst vor Macht!"

Tina Müller, 48
Chief Marketing Officer, Opel Group


 

"Die Art und Weise, wie Menschen zusammen arbeiten, hat sich verändert. Arbeiten in Teams, hoher Standard in der technischen Ausstattung, Flexibilität im Arbeitsalltag: Das ist der New Way Of Working. Er ist ein Weg, verschiedenen Arbeits- und Lerntypen ein bestmögliches Umfeld zu bieten."

Christine Rittner, 39
Vorstand Personal, Lidl Stiftung & Co. KG


"Zahlen sind das Ergebnis, aber nicht der Inhalt. In einer Welt, in der Technologie nahezu zu jeder Lösung beitragen kann, und jedes Unternehmen, jeder Mensch digital wird, Wissen überall zugänglich ist, gibt es keine Ausrede mehr für Lösungen, die nicht einen Mehrwert schaffen für den Menschen.
Die kritische Auseinandersetzung mit jeder Neuerung nach der Sinnhaftigkeit und der Nachhaltigkeit auf ein langfristiges Ziel zeigt Verantwortung und Relevanz. Nur so entsteht Wachstum in einer Zeit, in der Personalisierung durch jegliche Form von Verknüpfung, Algorithmen und künstlicher Intelligenz ambient wird."

Caroline Seifert, 50
Chief Brand & Design Officer, Reliance Jio Infocomm Ltd., Mumbai/Indien


- "Zeigen, dass man nicht Quotenfrau sein muss, um etwas zu bewirken,
- Emanzipation geht nicht gegen die Männer, sondern nur mit ihnen,
- Networking mit spannenden Mitstreiterinnen zu betreiben, um gemeinsam die Idee von Führungsstärke zu praktizieren."

Dagmar Steinert, 51
Mitglied des Vorstands, CFO, Fuchs Petrolub SE 





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Nina Streeck
Tanja Kewes